Requiem für Auschwitz, Frauenkirche 2016, Foto: Klaus Gigga

Der Universitätschor Dresden e.V. gehört zu den ältesten kulturellen Ensembles der TU Dresden. Er ist mit über 100 aktiven Sängern (Stand 2021) eine der größten künstlerischen Gruppe. Mit dem Wiederaufbau der Universität nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, prägt der Chor seit 75 Jahren durch sein abwechslungsreiches Programm das Kulturleben an der Universität und in der Landeshauptstadt Dresden mit und wirkt weit über deren Grenzen hinaus. Als Mitglied im Verband Deutscher Konzertchöre trägt er zur Pflege wertvoller Chormusik aller Epochen, Gattungen und Stilen in Aufführungen von künstlerisch hohem Anspruch bei. Eine gute musikalische Vorbildung vieler der im Chor singenden Studierenden erlaubt neben dem großen Sinfoniechor das Bestehen eines hochmotivierten Kammerchores mit etwa 40 Sängern, der stilistische Offenheit auf hohem musikalischen Niveau repräsentiert. 

 

Der jungen Dirigentin Christiane Büttig gelang es mit ihrer Übernahme des Ensembles im Sommer 2012 das musikalische Profil des Chores weiter zu schärfen. Sie gründete die Konzertreihe „Regel|Freiheit“, welche geschickt klassische und zeitgenössische Musik in Dialog treten lässt. Beispielsweise stehen Werke von Cage, Hindemith, Krenek, Nystedt, Rautavaara, Stockhausen, Tormis und Vasks im Spannungsfeld neben Kompositionen von Bach, Brahms, Dowland, Mendelssohn, Reger und Schubert.
Der große Chor widmet sich vorrangig Werken der Chorsinfonik und pflegt ein breitgefächertes a.c. Repertoire. Die Auftragskomposition „Statements“ von A. Keuk wurde 2015 ein großer Erfolg.


Im Jahr 2017 hat der Chor die Kammeroper „Katharina von Bora“ gemeinsam mit der Sächsischen Bläserphilharmonie zur Aufführung gebracht. Großartige Höhepunkte 2019 waren das opulente Händel-Oratorium „Saul“ in der Kreuzkirche zusammen mit der Batzdorfer Hofkapelle, die Mitwirkung beim Education Chorprojekt „Life“ in der Berliner Philharmonie, sowie die Aufführung von Hindemiths „Apparebit repentina dies“ gemeinsam mit Bläsern der Sächsischen Staatskapelle.
Konzertreisen führten den Chor nach Kopenhagen, St. Gallen, Breslau und in zahlreiche deutsche Städte.
Der Universitätschor Dresden wurde 2019 zum dritten Mal mit dem Förderpreis Dresdner Laienchöre in den Kategorien Gesamtprogramm und Interpretation eines fremdsprachigen Werkes ausgezeichnet.

2021 reiste der Univerisätschor nach zahlreichen Online-Proben und Präsenzproben mit großen Abständen gemeinsam nach Salzburg. Im Salzburger Dom sang der Chor in Begleitung des Sinfonieorchesters der Universität Mozerteum unter der Leitung von Jörn Andresen Bartholdy's "Paulus". Die Radtour Ende August 2021 war eine Woche Lausitzer Seenland mit Sonne und auch Regen. In den Gemeinden wurde nicht nur das Volkslieder-Repertoire gesungen, auch einzelne sorbische Stücke fanden ihren Weg in die Kirchen.