Der junge Dirigent Benedikt Kantert machte in den vergangenen Jahren mit nationalen und internationalen Wettbewerbserfolgen auf sich aufmerksam. In der Konzertsaison 2025/26 ist er in Konzerten und Wettbewerben im In- und Ausland zu erleben. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Dozent für Chordirigieren tätig. Seit 2024 ist er der künstlerische Leiter der Chöre der Technischen Universität Dresden.
Seine musikalische Erziehung begann mit Klavier- und Musiktheorieunterricht bei seinem Großvater Oskar Goldmann und fand Fortsetzung als Posaunist und Pianist im Jugendsinfonieorchester der Edertalschule. Seit seinem 15. Lebensjahr erhielt er Unterricht in den Fächern Orgel und Chorleitung und schloss seine kirchenmusikalische Ausbildung mit dem C-Examen ab.
Seit 2015 studierte Benedikt Chor- und Ensembleleitung bei Tobias Löbner, Ludwig Böhme und Prof. Roland Börger an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Zum Wintersemester 2019/2020 nahm er zusätzlich sein Orchesterdirigierstudium bei Prof. Ekkehard Klemm an der Hochschule für Musik Dresden auf. Weitere Studien absolvierte er an der Königlichen Musikhochschule Stockholm in Orchesterdirigieren in der Klasse von Henrik Schaefer und Chordirigieren in den Klassen von Mats Nilsson und Fredrik Malmberg. Wichtige Impulse neben seinem Studium erhielt er von Dirigenten, wie Gregor Meyer, Frieder Bernius, Howard Arman, Gijs Leenaars und Prof. Patrick Russil.
Als Dirigent und Korrepetitor arbeitete er mit Chören und Orchestern wie dem Gewandhauschor Leipzig, dem Kammerchor Stuttgart, dem RIAS-Kammerchor, dem Chor der Oper Leipzig, dem Chor des Bayerischen Rundfunk, dem Rundfunkchor Berlin, der Elblandphilharmonie, der Erzgebirgischen Philharmonie Aue, der Robert-Schumann Philharmonie Chemnitz, dem Nordiska Kammarorkester, sowie dem Dresdner Kreuzchor zusammen. Konzerte mit seinem eigens gegründeten Ensemble der Jungen Kammerphilharmonie Sachsen runden seine Ausbildung ab. Als Assistent und Choreinstudierer arbeite er mit namenhaften Dirigenten, wie Michael Sanderling, Wayne Marshall oder Sir James MacMillan zusammen.
Konzerte führten ihn den vergangenen Jahren unter anderem ins Gewandhaus Leipzig, den Kulturpalast Dresden, die Dresdner Kreuzkirche oder die Berliner Philharmonie. Wiederkehrende Engagements bei der Bachwoche Greifswald, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, der Chor.com und dem Deutschen Chorfest, sowie CD-Einspielungen und Rundfunkübertragungen begleiten seine Tätigkeiten.
Im Oktober 2022 machte er als Finalist des 5. Deutschen Chordirigentenpreises in Berlin auf sich aufmerksam. Mit dem jungen Schweriner Männerkammerchor ffortissibros gewann er zwei erste Preise beim 10th Cornwall International Male Choral Festival, sowie den Sonderpreis „Ellen Winser Trophy“ als bester Dirigent des Festivals. 2023 erhielt er beim 11. Deutschen Chorwettbewerb ebenfalls den 1. Preis in der Kategorie Männerchöre mit dem Ensemble. Im Oktober 2025 erhielt der Chor unter seiner Leitung zwei Goldmedaillen, sowie die kategorieübergreifend höchste Wertungspunktzahl beim Grand Prix of Nations Mauritius.
Benedikt war Stipendiat der Deutschen Orchesterstiftung und Inhaber des Ernst von Schuch-Stipendiums. Seit 2024 ist er Stipendiat im renommierten Förderprogramm „Forum Dirigieren“.
Stand: 12. Mai 2026